Matschpaddock mit Paddockplatten befestigen


Der fertig befestigte Matschpaddock

Da der Winter, und damit die nasse und matschige Jahreszeit, vor der Tr steht, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unsere Pferde einigermaen trockenen Hufes ber diese Zeit bringen knnen. Den gesamten Winterauslauf trockenzulegen haben wir relativ schnell ausgeschlossen und tendierten somit zu einer Lsung bei der wir den Pferden wenigstens einen trockenen und befestigten Bereich anbieten knnen. Nur wie macht man das am besten?

Wir haben folgende Anstze durchdacht:

Die Lsung mit den Drainagerohren haben wir verworfen, weil der Aufwand einfach zu gro gewesen wre. Die Rohre mssen in einer gewissen Tiefe verlegt werden, was in solch einem Umfang ohne schweres Gert kaum zu realisieren ist. Die Lsung mit dem Sand, hrte sich erstmal recht einfach an, das Problem ist aber, dass die Pferde den Sand in krzester Zeit unter die Matschschicht treten wrden und wir schnell wieder von vorne anfangen mten. Die Drainagebohrungen sind zwar auch sehr zeitaufwndig und bei schwerem Lehmboden mit einem Handbohrer sehr anstrengend, aber wenn es funktionieren wrde durchaus eine Mglichkeit. Bei uns stellte sich aber relativ schnell Ernchterung ein, da wir zum einen kaum in den Boden kamen und das Wasser durch den verdichteten Lehmboden kaum einen Weg in die Bohrlcher fand. Die Varianten mit Unterbau (auskoffern, diverse Kiesschichten und Tretschichten usw.) haben wir kaum verfolgt, weil es fr uns einfach zu kosten- und arbeitsintensiv gewesen wre.

Nun gut, lange Rede kurzer Sinn: Wir haben uns fr die Lsung mit den Paddockplatten, die direkt auf den Naturboden gelegt werden knnen, entschieden. Hier gibt es nach unseren Recherchen eigentlich nur zwei Anbieter auf die man immer wieder trifft, den Riedwiesenhof und Hbner-Lee. Nachdem wir uns von beiden Anbietern Angebote eingeholt haben, entschieden wir uns fr die Paddockplatten vom Riedwiesenhof. Der Hauptgrund war eigentlich, dass wir einen Vertriebspartner vom Riedwiesenhof direkt vor Ort hatten und die Lieferkosten sich somit in Grenzen hielten.

Wir bestellten also die Platten, was auch sehr kurzfristig mglich war und bekamen sie schon zwei Tage spter geliefert und zwar direkt an unseren Unterstand, der ein gutes Stck von der nchsten befestigten Strae entfernt mitten auf der Wiese steht. Viele Anbieter liefern nur bis zur letzten befestigten Strae und laden dort ab und dann htten wir die knapp 4 Tonnen nochmal rund 100 Meter transportieren mssen. Von daher waren wir dankbar das unser LKW-Fahrer mutiger war als andere und wir direkt an Ort und Stelle abladen konnten.

Bevor wir aber mit dem eigentlichen Verlegen der Paddockplatten anfingen, haben wir den Auslauf nochmal abschieben lassen um die grbsten Unebenheiten z.B. an Wlzpltzen auszugleichen. Als auch das erledigt war trafen wir uns mit einigen Helfern um das Verlegen in Angriff zu nehmen.

Im groen und ganzen kamen wir zgig vorwrts, allerdings hielt das Zuschneiden der Platten an den Wnde des Unterstands doch recht stark auf. Anfangs wollten wir hierfr eine Stichsge benutzen, aber damit kommt man kaum von der Stelle und braucht zum halbieren einer Platte eine halbe Ewigkeit. Letztendlich haben wir die Paddockplatten mit einer Handkreissge geschnitten. Das ganze ging sehr schnell und akkurat, so dass man sogar die Stege der Platten halbieren konnte, wodurch ein Kippen beider Plattenhlften an der Schnittkante verhindert wurde.

Wichtig beim Verlegen der Paddockplatten ist, dass man eine Reihe erst komplett an die vorherige schieben darf, wenn wirklich die komplette Reihe liegt, da durch die Verzahnung ein gewisser Spielraum ntig ist um die nchste Platte zu legen. Liegt eine Reihe vollstndig, kann sie mit einem Gummihammer an die vorherige Reihe geklopft werden.

Paddockplatten mit Sand aufgeschttet

Nachdem alle Paddockplatten (insgesamt ca. 150qm) nach unseren Vorstellungen verlegt waren, machten wir uns an die Einfassung. Diese soll in erster Linie verhindern, dass der spter aufgebrachte Sand zu schnell von den Platten fllt. Fr die Einfassung verwendeten wir Eisenbahnschwellen, die wir ca. 5-10cm im Naturboden versenkten, so dass die Oberkanten der Schwellen noch ca. 5-7cm ber die Paddockplatten hinausragten. Demnchst ist noch geplant durch jede Bahnschwelle ca. 3 Bausthle in den Boden zu schlagen um ein Verschieben der Schwellen zu verhindern.

Abschlieend bestellten wir uns noch 15 Tonnen Sand, den wir auf den Platten verteilten. Zum einen weil wir den Pferden eine Mglichkeit zum Wlzen geben wollten und zum anderen, weil die Paddockplatten bei feuchter Witterung doch recht rutschig werden. Anzumerken ist hier, dass der Schlepper mit den 15 Tonnen Sand direkt auf die Paddockplatten fahren konnte. Es ist nichts verrutscht oder kaputtgegangen. Wir waren begeistert :)

Nachdem auch der Sand verteilt war, konnten wir uns auf die Schulter klopfen. Die Mission "Matschpaddock befestigen" war abgeschlossen.

Paddockplatten vom Riedwiesenhof aufgeschttet mit Sand

Wie wir mit unsere Paddockbefestigung zufrieden sind und welche Erfahrungen wir bisher gemacht haben (z.B. Befahrbarkeit), knnt ihr in unserem Erfahrungsbericht ber unsere Paddockbefestigung nachlesen.

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